1. Welchen Betrag hat das Bundesamt für Strassen ASTRA in den letzten fünf Jahren für PR-Massnahmen für geplante Ausbauprojekte (inkl. Ausbauten im Sinne von Anpassungen) ausgegeben?
2. Welcher Anteil davon floss an externe Beratungsunternehmen?
3. Welcher Anteil davon floss in Infrastruktur wie das 3,8 Millionen Franken teure Besucherzentrum Wankdorf?
4. Wie rechtfertigt der Bundesrat die hohen PR-Ausgaben des ASTRA?
5. Sieht der Bundesrat bei diesen Massnahmen Sparpotential und/oder Anpassungsbedarf?

Seit Beginn des Abstimmungskampfes zum “Ausbauschritt 2023 für die Nationalstrassen” gab es zahlreiche Medienberichte und weitere Vorkommnisse, die grundsätzliche Fragen zur Kommunikationsstrategie des Bundesamts für Strassen aufwerfen. Aufsehen erregten unter anderem die sehr hohen Beiträge für PR-Massnahmen:
Am 15. Oktober 2024 machten die Titel von ch media publik, dass über die letzten Jahre Millionenbeträge an externe PR-Agenturen flossen. Allein das Büro Farner habe demnach 8,2 Millionen Franken vom ASTRA für seine Dienstleistungen erhalten. Solch exorbitante Beträge scheinen viel zu hoch, als dass sie sich durch den Informationsauftrag eines Bundesamtes rechtfertigen liessen.
Anfang Februar 2025 berichteten die Tamedia-Titel über das “Besucherzentrum” beim Anschluss Wankdorf, das für nicht weniger als 3,8 Millionen Franken erstellt wurde, um insbesondere die im November 2024 abgelehnten Ausbauprojekte in der Region Bern im besten Licht zu präsentieren. Der Artikel löste eine Debatte über den legeren Umgang des ASTRA mit seinen Ressourcen aus. Wie später bekannt wurde, versuchte das ASTRA mit aggressivem Lobbying bei der Tamedia-Redaktion, die Veröffentlichung des kritischen Artikels zu verhindern.

Die exorbitanten Beträge werfen Fragen auf zur Öffentlichkeitsarbeit des Bundesamts für Strassen im Zusammenhang mit seinen Bauprojekten: Oberstes Ziel scheint zu sein, das Bundesamt und seine Projekte im besten Licht darzustellen. Dafür werden offenbar keine finanziellen Mühen gescheut. Gerade vor dem Hintergrund der knappen Bundesfinanzen ist dieser nonchalante Umgang mit Steuergeldern stossend.