*|FNAME|*, Sommersession "on the run"
View this email in your browser
Hallo << Test First Name >> << Test Last Name >>

Die Sommersession war sehr intensiv und vom einen oder anderen Spurt geprägt. In den letzten drei Wochen haben wir wegweisende Entscheidungen getroffen, und mitten in die Session fiel auch ein bedeutender Wahl- und Abstimmungssonntag.  Das Nein zur Chaos-Initiative war wichtig und notwendig. Für uns Grüne blieb der Wahlsonntag dennoch enttäuschend: Philipp Schoch verpasste den Einzug in den Baselbieter Regierungsrat nur hauchdünn. 

In Bern stand ganz oben auf der Traktandenliste die grosse Debatte zur Zukunft der Kernenergie in der Schweiz. National- und Ständerat berieten stundenlang sowohl die Blackout-Initiative als auch den indirekten Gegenvorschlag des Bundesrates. Während die Initiative die Aufhebung des Neubauverbots für Kernkraftwerke fordert, will der Bundesrat dieses Ziel über eine Anpassung des Kernenergiegesetzes erreichen. Damit öffnet auch der als pragmatisch präsentierte Gegenvorschlag die Tür für den Bau neuer AKWs. Nach einem Abstimmungskrimi mit knappen Entscheiden hat sich die Atomlobby im Rat durchgesetzt. In einer breiten Allianz ergreifen wir nun das Referendum, denn das AKW-Revival gefährdet unsere Finanzen, unsere Sicherheit, unsere Unabhängigkeit und die Energiewende massiv.

Für mich ist klar: Die Zukunft der Schweizer Energieversorgung liegt im konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien, in mehr Energieeffizienz und in einer nachhaltigen Versorgungssicherheit – nicht in einer Technologie, deren zentrale Probleme bis heute ungelöst sind. Diese Einschätzung teilen auch die Mehrheit der Kantone, die sich gegen den indirekten Gegenvorschlag ausgesprochen haben. Zudem steht die Vorlage teilweise im Widerspruch zu kantonalen Gesetzes- und Verfassungsbestimmungen (Basel und Genf). Bundesrat Rösti scheint es nicht zu wissen, wie die Antwort auf meine Frage zeigt

Als weiteres Geschäft aus dem Departement Rösti diskutierten wir die Revision des Luftfahrtgesetzes. Die Anpassungen sind leider alles andere als erfreulich. Die wirtschaftlichen Interessen der Flughäfen werden höher gewichtet als die Gesundheit der Bevölkerung und der Umwelt- und Klimaschutz. Die aktuellen Flugpläne sollen im Luftfahrtgesetz verankert werden, das verunmöglicht es der Bevölkerung sich auf demokratischem Weg aktiv und erfolgsreich gegen Fluglärm zu wehren. Auch das Mitspracherecht der Kantone und Gemeinden wird deutlich eingeschränkt.

Mit dieser Revision wird eine Verbesserung von Lärm- und Umweltschutzmassnahmen praktisch verunmöglicht - und dies in einer Zeit, in der wir uns konsequent für das Erreichen der Netto-Null-Ziele einsetzen. Mein Votum im Parlament findest du hier.

Neben den tragenden Debatten blieb zwischendurch etwas Zeit den Kopf zu lüften: Die Parlamentarische Gruppe Bergberufe durfte bei schönstem Wetter und Neuschnee mit dem Schweizerischen Bergführer:innen Verband auf die Mönchsschulter aufsteigen. Und am nationalen Tag der Tracht trug ich stolz die Baselbieter Werktagstracht – meine neue Sitznachbarin Andrea de Meuron zauberte mir spontan wunderschöne Zöpfe ins Haar.
Links: Mit Laura Gantenbein und Rita Christen vor dem Mönch
Rechts: Mit der Baselbieter Werktagstracht im Nationalratssaal

Einen ganz besonderen Erfolg durfte ich bei der stärkeren Regulierung von ausländischen Onlinehändlern wie Temu und Shein feiern. Meine Motion wurde vom Nationalrat überwiesen! Bis jetzt konnten ausländische Plattformen Schweizer Standards umgehen und mussten gesetzlichen Sicherheitsanforderungen nicht entsprechen. Es ist deshalb höchste Zeit für eine Korrektur. 

Einen weiteren erfreulichen Entscheid traf der Nationalrat bei der Lagerfrist für kryokonservierte Eizellen. Seit 2014 gilt eine 10-Jahres-Frist für die Lagerdauer, allerdings ist momentan eine umfassende Revision des Fortpflanzungsmedizingesetzes in Arbeit. Durch die aktuell geltende 10-Jahres-Regelung steht die erste betroffene Gruppe von Frauen per 1. Januar 2027 vor dem Ablauf dieser Frist. Das bedeutet, dass die eingefrorenen Eizellen der betroffenen Frauen vernichtet werden müssen, obwohl eine Gesetzesänderung dazu in Arbeit ist. Der Nationalrat hat meine Kommissionsmehrheit für eine Übergangsregelung unterstützt. 

Und in der letzten Sessionswoche durfte ich einen weiteren Erfolg erzielen bei einer Motion, die ich von Fabien Fivaz übernommen habe: Die Schweiz wird eine Teilnahme an Copernicus, dem EU-Programm zur Erdbeobachtung, so rasch wie möglich aushandeln. Das Copernicus-Programm liefert Echtzeitdaten über Klima, Landnutzung, Wasser, Luftqualität, Waldbrände, Überschwemmungen und vieles mehr. Diese Daten sind unverzichtbar für den Schutz von Leben und Infrastruktur durch frühzeitige Warnsysteme. Damit wird der Entscheid des Bundesrates, nicht am Programm teilzunehmen, korrigiert.

Auch in dieser Session erhielt ich Besuch von Schulklassen: Ich durfte zwei Klassen des Gymnasiums Oberwil willkommen heissen. Danke für den inspirierenden Austausch und die spannenden Fragen!

Mit äusserst knappen Mehrheiten entschied der Nationalrat in der letzten Sessionswoche über die Finanzierung der 13. AHV. Entgegen dem Ständerat setzte die bürgerliche Mehrheit – unterstützt von der GLP – durch, die zusätzliche Rente lediglich teilweise über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer zu finanzieren. Damit ist eine ausgewogene Mischfinanzierung über Lohnbeiträge und Mehrwertsteuer vom Tisch. Dieses Modell hätte die 13. AHV langfristig gesichert und den klaren Auftrag der Bevölkerung erfüllt. Stattdessen droht nun, dass die Bürgerlichen schon bald wieder eine Erhöhung des Rentenalters fordern werden. Dagegen werden wir uns entschieden wehren. Die Bevölkerung hat Ja zur 13. AHV gesagt – nicht zu einem höheren Rentenalter.

Hier findest du eine Übersicht meiner eingereichten Vorstösse:
Eingereichte Vorstösse in der Sommersession

Motion: Photovoltaik-Potenzial der Bahninfrastruktur konsequent nutzen

Postulat: Photovoltaik auf Bahninfrastrukturen: Potenziale, Hindernisse und Beschleunigungsmöglichkeiten

Motion: Förderprogramm für den bedarfsgerechten Ausbau von Tagesschulangeboten

Interpellation: Faire Lastenverteilung bei der Finanzierung der Universitäten

Interpellation: Entlastung der Trägerkantone bei der Finanzierung der Universitäten 

Interpellation: Lärmüberschreitungen am Rangierbahnhof Muttenz

Fragestunde: Abschaffung des Schulsportobligatoriums

Es bleibt spannend und heiss! Der Bundesrat veröffentlicht nämlich diese Tage seine Botschaft 2026 im Verkehrsbereich (Verkehr ’45) sowie die Botschaft zu Olympia 2038. 

Nicht nur die Nationalmannschaften treten auf den Platz – auch das Team des FC Helvetia zeigt mit Leidenschaft, Teamgeist und Einsatz, dass echter Fussball überall lebt und begeistert.
Der FC Helvetia vor seinem Spiel gegen die Umweltallianz 
 
Mit diesen sportlichen Grüssen geht’s schon bald in die wohlverdiente Sommerpause. Ich wünsche euch erfrischende Momente, eisgekühlte Auszeiten und stets ein gemütliches Plätzchen im Schatten.

Herzlich aus Bern,
Florence

PS: Falls du die Familienzeit-Initiative noch nicht unterschrieben hast – wir sind im ultimativen Endspurt der Sammelphase! Wir sammeln sogar in der Mittagspause in Bern. Denn jede Unterschrift zählt!!! Unterschriftsbogen hier.

Und schon bald kannst du hier das AKW-Referendum unterschreiben.
Twitter
Facebook
Website
Copyright © 2026 Nationalrätin, All rights reserved.
 Sie erhalten diese E-mail, weil Sie in der Vergangenheit mit Florence Brenzikofer in Kontakt standen.


Postadresse: 
Florence Brenzikofer
Mattenweg 183b
4494 Oltingen

Want to change how you receive these emails?
You can update your preferences or unsubscribe from this list.

Email Marketing Powered by Mailchimp