*|FNAME|*, Aus der Frühjahrssession
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Die aktuellen globalen Entwicklungen erfüllen mich mit wachsender Sorge. Unser Alltag ist geprägt von Unsicherheit, Spannungen und schnellen Veränderungen. Vor diesem Hintergrund stand auch die Frühjahrssession im Zeichen intensiver Diskussionen rund um das Entlastungspaket des Bundesrates - und die Entwicklungen sind positiver als erwartet: Der Druck durch das drohende Referendum zeigt Wirkung! Zahlreiche Kürzungen wurden zurückgenommen oder deutlich abgeschwächt. Besonders erfreulich: Die geplanten Einschnitte im öffentlichen Verkehr wurden komplett gestrichen, das Gebäudeprogramm weitgehend kompensiert, und auch Einsparungen beim Umwelt- und Klimaschutz sowie in der Bildung wurden reduziert. Das Schlimmste konnte abgewendet werden - das ist ein klares Signal, dass eine breite Allianz gegen die Sparpläne des Bundesrates zusammensteht und diese abwenden will. Unverändert inakzeptabel bleibt hingegen die massive Aufstockung des Armeebudgets, die unsere Prioritäten in Umwelt, Klima und sozialem Fortschritt gefährdet. Hier bleibt der Druck gross und wir werden uns nach dem deutlichen Nein zur Klimafondsinitiative erst recht dafür einsetzen.

In der Energiepolitik zeichnet sich ein Rückschritt ab: Der Ständerat will den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz grundsätzlich wieder zulassen. Er hat den indirekten Gegenvorschlag zur sogenannten «Blackout-Initiative» angenommen. Damit widerspricht er dem klaren Volksentscheid aus dem Jahre 2017 zum Atomausstieg und dem Wunsch nach einem schnellen Ausbau erneuerbarer Energien. Im Sommer befindet der Nationalrat über die Vorlagen; sollte auch er das Neubauverbot kippen, sind die GRÜNEN parat fürs Referendum - dann wird das Volk Ende Jahr oder Anfang 2027 das letzte Wort haben.
Parteiübergreifend für ein konsequentes NEIN gegen neue AKWs

Neben dem Abbaupaket beschäftigte sich die grosse Kammer mit der Verlagerung des Verkehrs von der Strasse auf die Schiene. Der Nationalrat hat über die Weiterentwicklung der Leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe (LSVA) diskutiert und den Verlagerungsbericht beraten. Die Schweiz hat sich mit dem JA zur Alpen-Initiative 1994 ein klares Ziel gesetzt: Der alpenquerende Güterverkehr soll von der Strasse auf die Schiene verlagert werden. Das gesetzliche Maximum beträgt 650 000 Lastwagenfahrten pro Jahr durch die Alpen. Die Realität ist heute eine andere: 960'000 Lastwagen sind es heute pro Jahr, das sind über 300'000 mehr als erlaubt.

Um unsere Klimaziele im Bereich Verkehr und die Verlagerung des LKW-Verkehrs auf die Schiene zu erreichen, braucht es ein griffiges Gesetz. Elektrisch betriebe LKWs sollen zeitnah auch Abgaben zahlen – nur so kommen wir den Verlagerungszielen wirklich näher. Ebenso soll sichergestellt werden, dass das Preisverhältnis zwischen Schiene und Strasse zugunsten des Schienengüterverkehrs verbessert wird. Leider hat es unser Rat verpasst, die LSVA konsequent und griffig weiterzuentwickeln. Nun geht die Vorlage an den Ständerat und er wird hoffentlich die Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr anpassen mit einer klaren politischen Prioritätensetzung für die Verlagerung und so eine verbesserte Vorlage zurück an den Nationalrat senden.
 
Parteiübergreifender Erfolg mit der Überweisung des Postulats «Nationale Strategie für Kinder- und Jugendpolitik» (links); Gespräch mit Dagmar Rösler, Zentralpräsidentin des Dachverbands der Lehrerinnen und Lehrer LCH zur Vorbereitung der nächsten Kommissionsgeschäfte (rechts).
Mit fünf parteiübergreifenden Postulaten wurde eine nationale Strategie für Kinder- und Jugendpolitik gefordert. Die aktuelle Strategie ist bald 20 Jahre alt und ist den heutigen Herausforderungen nicht mehr gewachsen. Die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen müssen bei allen Aktivitäten des Bundes berücksichtigt werden. Eine Strategie auf nationaler Ebene trägt dazu bei, dass alle Kinder gleichermassen von den Angeboten der Kinder- und Jugendpolitik profitieren können. Die Postulate wurden mit klarer Mehrheit angenommen. Jetzt ist der Bundesrat am Zug in einem Bericht darzulegen, wie eine nationale Strategie für die Kinder- und Jugendpolitik ausgearbeitet werden kann.

In der Frühjahrssession haben National- und Ständerat die Wiedereinführung des Doppelnamens beraten und sind nach jahrelangem Ringen zum erfreulichen Schluss gekommen: Ehepaare dürfen wieder einen Doppelnamen führen - in beliebiger Reihenfolge und mit oder ohne Bindestrich. Damit wird die bisherige Regelung gelockert, die seit 2013 nur die Wahl eines gemeinsamen Familiennamens oder das Beibehalten des eigenen Namens erlaubt.
 
Junge Menschen zu Besuch im Bundeshaus: Das junge grüne bündnis (jgb) und eine interessierte Schulklasse vom Gymnasium Laufen löchern mich mit spannenden Fragen (rechts im Bild). 

In der dritten Sessionswoche hat der Nationalrat die Stopfleber-Initiative, welche ein Import-Verbot von Stopfleber-Produkten fordert, und den dazugehörigen Gegenvorschlag beraten. Wir GRÜNEN sprechen uns sowohl für die Initiative wie auch für den Gegenvorschlag aus. Stopfleber-Produkte dürfen in der Schweiz aus Tierschutzgründen seit über 40 Jahren nicht mehr produziert werden. Es ist nur folgerichtig auch den Import zu untersagen. 

Vor und nach den Ratssitzungen und Politanlässen finden wir zwischendurch Zeit für Spiel & Sport:
Beim Jassen mit meinen Ratskolleginnen, beim Joggen mit Béa und beim Spiel des FC Helvetia gegen die SRG mit Susanne Wille auf dem Platz.

Apropos SRG und Abstimmungssonntag: Die deutliche Ablehnung der schädlichen Halbierungsinitiative sowie die Abschaffung der Heiratsstrafe haben mich sehr gefreut – Zweiteres bedeutet ein Meilenstein in der Gleichstellungspolitik!

Hier findest du eine Übersicht meiner eingereichten Vorstösse:
Eingereichte Vorstösse in der Frühjahrssession

Interpellation: Tagesschulen und Tagesstrukturen: Bedeutung für die Chancengerechtigkeit

Interpellation: Koordinierter Sicherheitstag an der Volksschule

Interpellation: Langfristige Sicherung der Hochschulfinanzierung mit alternativen Finanzierungsmodellen
Die bz hat darüber berichtet. Hier kannst du den Artikel lesen.

Interpellation: Sustainable Aviation Fuels - Netto-Null-Ziel in der Luftfahrt; Reichen die geplanten Massnahmen angesichts der Herausforderungen bei nachhaltigen Flugtreibstoffen?

Fragestunde: Mobility Pricing

Fragestunde: Verkehr ’45 und angekündigte Botschaft

Fragestunde: Zur angekündigten Botschaft «Verkehr ‘45»

Herzliche Frühlingsgrüsse aus Bern
Florence
Am 23. April 2026 nehme ich am Smart Mobility Day am Expert:innen-Panels teil. Vielleicht hast du Interesse? Hier findest du mehr Infos dazu.
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